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Krüger Internat und Schulen

Auszüge aus „Einmal Schneegrenze und zurück“

 

Vom 10. bis zum 15.Dezember 2010 machte sich ein auserlesener Teil unseres Spanischkurses mit unserem Lehrer Herrn Nilsson auf den Weg nach Madrid, um Land, Leute und Kultur kennen zu lernen sowie unsere (teils vorhandenen) Sprachkenntnisse zu testen.

…  Am Samstag starteten wir früh mit einer Schnitzeljagd, welche uns zu den größten Sehenswürdigkeiten Spaniens führen sollte, wenn sie nicht gerade zugebaut oder vermeintlich abgerissen waren. Sehr beeindruckt hat uns auch die schier endlose Geduld, die einige Spanier an den Tag legten, wenn sie mit Kind und Kegel am Ende einer um den ganzen Block gehenden Schlange anstanden, nur um ein Lotterielos für „el gordo“, die weltweit größte Ausschüttung einer Weihnachtslotterie, zu kaufen. 

… „Einmal Schneegrenze und zurück“, hieß es am Montag. Von einem unterirdischen Busbahnhof aus starteten wir in Richtung Berge. Mein stetiger Wunsch das Meer zu sehen, wurde auch heute wieder nicht erfüllt! Nun gut, immer unser Ziel in Sicht kletterten wir über kleine und große Felsen, wanderten an Klippen entlang und balancierten über Brücken, unter denen der reißende Gebirgsbach des Manzanares entlang floss. Bei sonnigem Wetter und fernab von Handynetz, Facebook und Co, ach was sag ich, jeglicher Zivilisation, blieb Zeit für richtige Männergespräche.

Irgendwann waren wir „oben“ angekommen, jedoch war die Schneegrenze immer noch sehr weit entfernt. Um sich den Rückweg zu erleichtern, nutzten die pfiffigsten von uns (zu denen ich natürlich auch zählte) den privaten Shuttle-Service und ließen sich zurück ins Bergdorf chauffieren. Der Rest nahm den selben Weg, nur rückwärts. 

… Dienstag abends wurde noch einmal das Nachtleben Madrids getestet und für brauchbar erachtet. Am letzten Tag nutzten wir noch einmal die Chance, unsere Nachbarn besser kennen zu lernen – wir besuchten den König. Da er uns entgegen aller Erwartung  nicht mit einer königlichen Audienz empfing, besichtigten wir sein Schloss einfach so. Dann war auch schon unsere Zeit im sonnigen Süden vorüber und wir hoben ab in Richtung vereistes Deutschland.

Als Fazit der Reise kann ich sagen, dass es allen sehr viel Spaß gemacht hat, außer Herr Nilsson stellte sich bei unseren Bitten um sprachliche Unterstützung pädagogisch dumm: „Ja, ich weiß das auch nicht, da müsst ihr mal auf spanisch fragen.“ Doch durch dieses ständige Fragen ist unsere Aussprache des Wortes „Sí“ exzellent geworden.

Nur andere Äußerungen sind noch etwas verbesserungswürdig: So schaute mich der Mann an der Rezeption unseres Hotels  etwas komisch an, als ich ihm erzählte, dass ich eine Bar suche, weil ich einen Ehemann habe. („Tengo hombre“ anstatt „Tengo hambre“=“Ich habe Hunger“)

Ich denke, ich spreche im Namen aller, wenn ich an dieser Stelle noch einmal einen ganz großen Dank an Herrn Nilsson richte, der die Fahrt sehr gut organisiert hat und bei der Durchführung auch nicht hinderlich war.

Jana Korrmann

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